Das Sportlabel DSSLR aus Schwaig bei Nürnberg hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen wurde von Christoph Dassler gegründet, dem Enkel von Puma-Gründer Rudolf Dassler. Der Firmenname ist eine Ableitung des bekannten Familiennamens, bei der alle Vokale weggelassen wurden.
Das vor zwei Jahren gestartete Label hat sich auf hochwertige Tenniskleidung spezialisiert. Die Produkte bestehen aus regenerativer Bio-Baumwolle, die in Portugal verarbeitet wird. Das Sortiment umfasst unter anderem Tennisröcke für 185 Euro, Poloshirts für 275 Euro sowie Sweater für 480 Euro. Tennisstar Boris Becker war an der Entwicklung der ersten Kollektion beteiligt.
Jochen Zaremba von der Nürnberger Kanzlei SRI wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt. Er sieht trotz der schwierigen Lage Chancen für eine erfolgreiche Sanierung. Das Unternehmen habe zwar noch zu wenig Bekanntheit erlangt, stecke aber voller Potenzial und Ambitionen, so Zaremba. Sein Ziel sei klar auf eine Restrukturierung ausgerichtet.
Entscheidend für den Fortbestand des Labels ist laut Zaremba die Suche nach einem geeigneten Investor. Es brauche jemanden, der die Zeit finanziere, die nötig sei, um die Marke am Markt zu etablieren. Er gehe davon aus, dass sich ein solcher Partner finden lasse. Gründer Dassler stehe voll hinter seinem Konzept, was er als starkes Signal werte.
Dassler selbst bestätigte, dass der Fokus des Unternehmens derzeit auf der Neuausrichtung liege. Ziel sei es, eine stabile Grundlage für die Zukunft zu schaffen und den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Vor der Gründung von DSSLR war Dassler in der Unternehmensberatung tätig.
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