Die Langgroup hat im Zuge ihrer laufenden Restrukturierung bekannt gegeben, dass 147 Stellen wegfallen werden. Betroffen sind die drei Tochterunternehmen Technolit GmbH, Lang Service GmbH und Iwetec, die alle Mitte Dezember ein sogenanntes Schutzschirmverfahren eingeleitet hatten.
Bei diesem Verfahren verbleibt die unternehmerische Kontrolle in den Händen der Geschäftsführung, da es ausschließlich Unternehmen offensteht, die trotz Sanierungsbedarf noch zahlungsfähig sind. Ziel war von Beginn an, die drei Gesellschaften zu einem gemeinsamen Händler und Dienstleister zusammenzuführen.
Nach Unternehmensangaben verlief der Betrieb während des Verfahrens stabil. Die Löhne und Gehälter der rund 900 Beschäftigten wurden durchgehend aus den laufenden Einnahmen beglichen. Dennoch sei ein dauerhafter Personalabbau unvermeidlich, um die Kostenstruktur des neu aufzustellenden Unternehmens tragfähig zu gestalten.
Geschäftsführung und Betriebsrat haben sich auf einen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan geeinigt. Die betroffenen Mitarbeiter wurden bereits informiert. Die Entscheidung sei der Unternehmensleitung schwer gefallen, ohne diesen Schritt sei jedoch die Zukunftsfähigkeit der Gruppe angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht zu sichern.
Für die betroffenen Beschäftigten hat die Langgroup eine Transfergesellschaft eingerichtet. Wer dorthin wechselt, muss sich nicht arbeitslos melden und erhält bis zu fünf Monate lang 85 Prozent seines bisherigen Nettogehalts. Flankierend werden Qualifizierungsmaßnahmen angeboten, die den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern sollen.
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