Die jüngste Welle von Unternehmensinsolvenzen macht auch vor der deutschen Automobilzulieferindustrie nicht halt. Im November sah sich die Teknia Stuttgart GmbH gezwungen, beim zuständigen Amtsgericht Rottweil einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu stellen. Das Unternehmen mit Sitz in Mahlstetten im Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, gehört zur spanischen Teknia-Gruppe und ist ein Spezialist für die Fertigung von Komponenten für Fahrwerks- und Lenksysteme im Automobilsektor.
Unmittelbar nach der Annahme des Antrags durch das Gericht wurde Rechtsanwalt Ilkin Bananyarli von der Kanzlei PLUTA als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt. Seine erste Priorität liegt auf der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs. Dieser läuft ohne Unterbrechung weiter, um die termingerechte Belieferung der gesamten Kundenbasis sicherzustellen.
Ein zentrales Element der Sanierungsbemühungen ist die bereits eingeleitete Suche nach einem geeigneten Investor. Ziel ist eine Übernahme oder Fusion der deutschen Gesellschaft, um eine langfristige Fortführung zu gewährleisten. Experten von SGP Schneider Geiwitz Corporate Finance begleiten diesen strukturierten M&A-Prozess.
Die rund 100 Beschäftigten des Unternehmens sind vorerst finanziell abgesichert, da ihre Löhne und Gehälter für einen Zeitraum von drei Monaten über das Insolvenzgeld gedeckt werden. Die Fortführung des Geschäftsbetriebs während dieser Phase ist ein entscheidender Schritt, um die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Übernahme zu schaffen.