48 Beschaeftigte, rund 600 Kunden und 40 Vertriebspartner: Das Softwarehaus Deskcenter AG aus Leipzig kaempft ums Ueberleben. Das Unternehmen wandte sich an das Amtsgericht Leipzig und beantragte die Eroeffnung eines Insolvenzverfahrens. Ausloser war das Scheitern einer geplanten Finanzierungsrunde.
Als Ursache fuer die finanzielle Schieflage nennt das Unternehmen zwei Faktoren: massiv gestiegene Betriebskosten und eine zurueckhaltende Bereitschaft von Investoren, Geld in den Softwaresektor zu stecken. Diese Kombination brachte die Deskcenter AG in eine Lage, aus der heraus kein eigenstaendiger Ausweg mehr moeglich war.
Das Amtsgericht Leipzig reagierte und ordnete eine vorlaeufige Insolvenzverwaltung an. Mit der Aufsicht ueber das Unternehmensvermoegen betraute das Gericht Rechtsanwalt Stephan Thiemann von der Kanzlei Pluta aus Leipzig.
Thiemann und sein Team analysieren derzeit die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Gleichzeitig fuehren sie erste Gespraeche mit Kunden, Partnern und moeglichen Geldgebern. Der Verwalter betont, der Betrieb laufe stabil. Ziel sei es, eine tragfaehige Zukunftsperspektive zu erarbeiten.
Fuer Kunden des Unternehmens aendert sich vorerst nichts. Vertraege, Lizenzen und Serviceleistungen bleiben unveraendert bestehen. Alle Ansprechpartner bei Deskcenter sind weiterhin erreichbar.
Deskcenter entwickelt Software fuer die Verwaltung und Steuerung von IT-Ausruestung und deren gesamtem Lebenszyklus in Unternehmen. Die Loesungen des Leipziger Anbieters nutzen derzeit rund 600 Kunden, die das Produkt direkt oder ueber eines der 40 Partnerunternehmen beziehen.
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