So. 29. März. 2026

Der Metallverarbeiter Güntert Präzisionstechnik aus Villingen-Schwenningen steckt in der Krise. Ende Februar stellte das Unternehmen beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Als vorläufiger Sachverwalter wurde Rechtsanwalt Dirk Pehl von der Kanzlei Schultze & Braun eingesetzt.

162 Beschäftigte sind von der Lage betroffen. Ihre Löhne und Gehälter sind vorerst gesichert: Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt die Zahlung per Insolvenzgeld für einen Zeitraum von drei Monaten, also bis Ende April. Den Angaben der begleitenden Kanzlei zufolge wird der Betrieb in dieser Zeit uneingeschränkt weitergeführt.

Bei einer Eigenverwaltung behält die Geschäftsführung das Ruder in der Hand und steuert die Sanierung eigenverantwortlich. Ein gerichtlich bestellter Sachverwalter begleitet den Prozess und übt dabei eine Kontrollfunktion aus.

Das 1946 gegründete Unternehmen trägt seinen heutigen Namen seit 1987 und ist als Zulieferer für die Automobil und Maschinenbaubranche tätig. Genau dort liegt offenbar auch ein wesentlicher Teil des Problems: Die anhaltenden Schwierigkeiten in der Automobilindustrie belasten das Geschäft erheblich. Bereits in der Vergangenheit musste der Betrieb Stellen streichen, um auf die wirtschaftlich angespannte Situation zu reagieren. Offizielle Angaben zu den genauen Insolvenzursachen blieben zunächst aus.

Ziel des Verfahrens ist eine grundlegende Neuaufstellung, die die langfristige Zukunft des Unternehmens sichern soll.

Wenn Sie weitere aktuelle Firmeninsolvenzen im DACH Raum suchen, finden Sie diese in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

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