Das österreichische Unternehmen JustLaser GmbH aus Thalheim bei Wels ist zahlungsunfähig. Das Landesgericht Wels hat ein Konkursverfahren über das Vermögen des Betriebs eröffnet. Elf Beschäftigte verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz.
JustLaser war im Handel und Service rund um Lasermaschinen tätig. Das Produktportfolio umfasste Geräte zum Gravieren, Schneiden und Markieren verschiedener Materialien wie Metall, Holz, Kunststoff und Textilien. Zuletzt verfolgte das Unternehmen einen strategischen Kurswechsel hin zu OEM Partnerschaften, um auf diese Weise neue Marktanteile zu gewinnen, anstatt weiterhin auf eigene Produktion zu setzen.
Dieser Plan scheiterte. Als Hauptgrund für die Pleite nennen die Insolvenzverwalter eine anhaltende Abfolge wirtschaftlicher Krisen, mit denen der Betrieb seit seiner Gründung konfrontiert war. Corona Pandemie, Energiekrise, Inflation sowie die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten belasteten das Geschäft massiv und ließen den ursprünglichen Unternehmensplan zur Makulatur werden. Besonders die Jahre 2024 und 2025 brachten einen deutlichen Einbruch beim Auftragseingang. Eine erhoffte wirtschaftliche Erholung blieb aus. Stattdessen verschärfte sich die Lage durch eine erneute Energiekrise weiter.
Unter diesen Voraussetzungen war es dem Unternehmen nicht mehr möglich, eine mittelfristig tragfähige Geschäftsperspektive glaubhaft darzustellen, die als Grundlage für eine weitere Finanzierung hätte dienen können.
Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 2,7 Millionen Euro. Dem stehen ein Lagerbestand im Wert von etwa 1,5 Millionen Euro sowie Anlagevermögen in Höhe von 175.000 Euro gegenüber. Eine Sanierung oder Fortführung des Betriebs ist nicht geplant. Das Unternehmen wird geschlossen.
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