Das traditionsreiche Unternehmen Metallbau Schneider befindet sich nach seiner Insolvenzanmeldung in einer anspruchsvollen Phase. Für die Beschäftigten ist jedoch vorerst gesorgt: Die Agentur für Arbeit übernimmt für rund drei Monate die Auszahlung des Insolvenzgeldes. Die Belegschaft wurde nach Angaben des Unternehmens über die aktuelle Situation und die bevorstehenden Schritte informiert.
Metallbau Schneider blickt auf eine außergewöhnlich lange Firmengeschichte zurück. Das Unternehmen entstand vor vielen Jahrzehnten aus einer kleinen Werkstatt für Holz- und Glasarbeiten in Ravensburg. Über die Zeit hinweg entwickelte sich daraus ein spezialisierter Metallbaubetrieb, dessen heutige Schwerpunkte auf modernen Fassaden- und Glaslösungen liegen. Ein entscheidender Wendepunkt war Ende der 1950er Jahre, als innovative Konstruktionen aus Aluminium und Stahl eingeführt wurden und damit die Ausrichtung des Unternehmens nachhaltig prägten.
Heute umfasst das Produktspektrum unter anderem Aluminiumfassaden, Türen- und Fenstersysteme, Schaufensteranlagen, Konstruktionen aus Ganzglas sowie verschiedene Sonnenschutzlösungen. Diese Arbeiten werden sowohl produziert als auch direkt vertrieben.
Mit der gegenwärtigen Insolvenz steht Metallbau Schneider nun vor einem wichtigen Neuausrichtungsprozess. Wie es für den Betrieb weitergeht, hängt maßgeblich von den Ergebnissen der laufenden Prüfungen und möglichen Gesprächen über zukünftige Perspektiven ab.