Di. 17. März. 2026

Die Roku Mechanik GmbH aus Unterschneidheim hat am Dienstag, 18. November, beim Amtsgericht Aalen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Ziel ist eine geordnete Restrukturierung bei fortgeführtem Geschäftsbetrieb.

Das Unternehmen, das Dreh- und Frästeile sowie Baugruppen vorwiegend für die Automobilbranche fertigt, nennt rückläufige Auftragseingänge der Fahrzeughersteller und gestiegene Energiekosten als wesentliche Ursachen der Krise. Nach eigenen Angaben belasteten die Corona-Pandemie, die Energiekrise und die zuletzt schwache Marktnachfrage die Liquidität deutlich — trotz einer Investition von rund 25 Millionen Euro in einen neuen Produktionsstandort im Jahr 2019.

Der laufende Betrieb soll erhalten bleiben. Rechtsanwalt Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger ist als Generalbevollmächtigter eingesetzt worden und begleitet die Geschäftsführung bei der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen. Als vorläufiger Sachwalter überwacht Rechtsanwalt Holger Leichtle (Kanzlei Görg) das Verfahren.

Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind Medienangaben zufolge durch Insolvenzgeld bis Ende Januar 2026 abgesichert. Die Geschäftsführung betont, dass das Verfahren nicht auf Abwicklung abzielt, sondern auf die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung von Arbeitsplätzen.

Kurzfassung: Roku Mechanik nutzt die Eigenverwaltung, um unter Gläubigerbegleitung operative Anpassungen vorzunehmen, die Kostenbasis zu stabilisieren und das Geschäft an die veränderten Bedingungen der Automobilindustrie anzupassen.

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