Zum vierten Mal binnen sechs Jahren kämpft Galeria ums Überleben. Die Warenhauskette befindet sich erneut in einer existenzbedrohenden Lage – und diesmal ist die Geduld vieler Beteiligter erschöpft.

Die Gewerkschaft Verdi übte scharfe Kritik am Unternehmensmanagement. Von haarsträubenden Fehlern war die Rede. Für die rund 12.000 Beschäftigten in den 83 noch verbliebenen Filialen herrsche nach Gewerkschaftsangaben völlige Ungewissheit über ihre berufliche Zukunft. Verdi kündigte an, mit allen verfügbaren Mitteln für den Erhalt der Stellen einzutreten.

Beim Amtsgericht Düsseldorf reichte Galeria am 2. Oktober 2026 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ein. Es ist bereits das vierte derartige Verfahren innerhalb von sechs Jahren. Der Geschäftsbetrieb in sämtlichen Filialen soll zunächst aufrechterhalten bleiben.

Die Geschichte der Warenhauskette liest sich wie eine Abfolge von Krisen. Das bislang letzte Verfahren liegt gut zweieinhalb Jahre zurück. Damals firmierte das Unternehmen noch unter dem Namen Galeria Karstadt Kaufhof. Auslöser war seinerzeit der Zusammenbruch des Mutterkonzerns Signa. Im Rahmen jenes Verfahrens mussten neun der damals 92 Standorte dauerhaft schließen.

Die vorangegangenen Insolvenzrunden hatten das Filialnetz bereits erheblich ausgedünnt. Gläubiger verzichteten dabei auf Forderungen in Milliardenhöhe, um dem Konzern einen Neustart zu ermöglichen. Dieser Neustart blieb offensichtlich aus.

Das Unternehmen selbst beschreibt den neuerlichen Schritt als notwendige Maßnahme, um einen rechtlichen Rahmen für die Stabilisierung des Betriebs zu schaffen und eine tragfähige Perspektive zu entwickeln.

Weitere aktuelle Unternehmensinsolvenzen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie in unserer Übersicht der aktuellen Insolvenzen.

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