Ein Unternehmen mit fast neun Jahrzehnten Geschichte steht vor dem Neuanfang. Die TECTRO SMT GmbH aus Saarburg, Hersteller technischer Kunststoffteile fuer die Automobil und Maschinenbaubranche, befindet sich seit dem 18. August 2026 in vorlaeuFiger Insolvenz. 49 Beschaeftigte bangen um ihre Stellen.
Das Amtsgericht Trier ordnete die vorlaeufige Insolvenzverwaltung an und setzte Rechtsanwalt Alexander Lamberty von der Kanzlei Professor Schmidt, Gruenewald und Partner als vorlaeufigen Verwalter ein. Lamberty handelte umgehend: Fuer die Monate August bis Oktober 2026 sicherte er eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes – die Loehne der Belegschaft sind damit vorerst gewaehrleistet.
Die Produktion in Saarburg laeuft weiter. Das Unternehmen beliefert internationale Kunden mit einem breiten Sortiment: Filtergehaeuse fuer den Maschinenbau, Stecker fuer das Motorenmanagement, Ventilgehaeuse fuer Lkw Bremssysteme sowie Zahnraeder und Bauteile fuer das Tankmanagement in Personenwagen gehoeren zum Lieferprogramm. Darueber hinaus bedient TECTRO Kunden aus der Moebelindustrie, der Landtechnik, der Luftfahrt und der Ruestungsindustrie. Einen eigenen treibgasfreien Feuerloescher entwickelt und vertreibt das Unternehmen ebenfalls.
Parallel zur laufenden Produktion starteten Lamberty und Geschaeftsfuehrer Horst Molitor eine strukturierte Suche nach einem Investor. Die Trierer Beratungsgesellschaft Mentor AG begleitet diesen Prozess. Ziel ist es, den Standort Saarburg zu erhalten und moeglichst viele Arbeitsplaetze zu sichern.
Die Wurzeln des Betriebs reichen bis ins Jahr 1937 zurueck. Mehr als sieben Jahrzehnte fertigte das Unternehmen erfolgreich Kunststoffteile fuer Kunden rund um den Globus. Ob diese Geschichte weitergeschrieben wird, entscheidet sich nun in den kommenden Wochen – mit dem Ergebnis der Investorensuche.
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