Der bayerische Schuhhändler Sutor durchläuft seit Ende März ein Insolvenzverfahren. Für mehrere Gesellschaften der Unternehmensgruppe wurde das Verfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Das bedeutet: Die bisherige Geschäftsführung bleibt im Amt und wird von einem Sachwalter überwacht.
Die Krise des 1934 gegründeten Unternehmens zeichnete sich bereits zu Jahresbeginn ab. Kurz nach der Übernahme durch den Berliner Unternehmer Steffen Liebich wurden am 8. Januar Insolvenzanträge gestellt. Liebich ist im deutschen Schuhhandel kein Unbekannter. Zu seinem Portfolio gehören unter anderem die Filialisten Leiser, Schuhhof, Anika, Schlatholt und Kay sowie der Versandhändler Gebrüder Götz.
Als Ursache für die Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung werden wirtschaftliche Probleme genannt. Sutor betreibt 41 Filialen und beschäftigt rund 400 Mitarbeiter. Der Firmensitz befindet sich in Altdorf bei Landshut. Ziel des laufenden Verfahrens ist eine grundlegende strukturelle Neuausrichtung des Unternehmens.
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