So. 18. Jan.. 2026

Ein traditionsreicher Elektrobetrieb aus Unterföhring befindet sich in einer wirtschaftlichen Ausnahmesituation und hat ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet. Das Unternehmen mit 365 Beschäftigten reagiert damit auf anhaltende finanzielle Belastungen, die sich in den vergangenen Monaten deutlich zugespitzt hatten.

Zu den Auslösern der Krise zählen nach Angaben der Verantwortlichen eine schwache wirtschaftliche Gesamtlage sowie hohe Investitionen in einen neuen Geschäftsbereich. Verzögerungen in diesem Segment und ein länger als erwartet laufender Verkaufsprozess für das betreffende Geschäftsfeld haben die Lage zusätzlich erschwert.

Die Firma war über Jahrzehnte an zahlreichen Bauprojekten im Großraum München beteiligt. Dazu gehören unter anderem Arbeiten an einer großen Multifunktionsarena, am Terminal des Flughafens, an bekannten Brauereigebäuden sowie an Festzelten des Oktoberfests. In den letzten Jahren kam der Ausbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge als weiteres Tätigkeitsfeld hinzu.

Mit Beginn des Insolvenverfahrens wurde die Geschäftsführung neu besetzt. Zwei erfahrene Sanierungsjuristen führen nun die operative Spitze. Ein bisheriger leitender Mitarbeiter bleibt als kaufmännischer Verantwortlicher im Unternehmen und unterstützt die Umstrukturierung. Ziel ist es, den Betrieb neu aufzustellen und langfristig zu sichern.

Für die Belegschaft bedeutet das Verfahren zunächst, dass die Löhne für drei Monate über das Insolvenzgeld abgesichert sind. Gleichzeitig wird geprüft, wie der Geschäftsbetrieb stabilisiert werden kann. Auswirkungen auf laufende Großprojekte können derzeit nicht ausgeschlossen werden. Für die umfangreiche Modernisierung eines bedeutenden Münchner Bauwerks, an dem das Unternehmen beteiligt ist, könnten Verzögerungen eintreten, falls sich der Leistungsumfang der Firma ändert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert