So. 18. Jan.. 2026

Ein traditionsreicher Maschinenbauer aus Osnabrück steht vor einem tiefen Einschnitt: Zwei Gesellschaften der Avermann-Gruppe haben ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Die betroffenen Unternehmen entwickeln und produzieren Anlagen für die Betonfertigteilindustrie und zählen seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Anbietern in diesem Segment.

Von der aktuellen Situation betroffen sind insgesamt 188 Mitarbeiter. Die Insolvenzanträge wurden beim zuständigen Amtsgericht gestellt. Beide Unternehmen gehören zur international tätigen Gruppe, die neben dem Hauptstandort in Niedersachsen auch Betriebe in Thüringen, Polen, Ungarn und den Niederlanden führt.

Trotz der finanziellen Schwierigkeiten bleibt der Geschäftsbetrieb vorerst bestehen. Die Gruppe ist seit vielen Jahren im Sondermaschinen- und Anlagenbau aktiv und beliefert Kunden weltweit. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, insbesondere die anhaltende Schwäche im Industriesektor, haben das Unternehmen jedoch erheblich unter Druck gesetzt.

Ob die beiden Gesellschaften in ein reguläres Insolvenzverfahren übergehen, steht noch nicht fest. Die Verantwortlichen sehen dennoch Chancen, den Betrieb zu stabilisieren und über eine Sanierung eine langfristige Perspektive zu sichern. Die starke Marktposition der Gruppe und ihre internationale Ausrichtung gelten dabei als mögliche Stützen.

Nicht von den Insolvenzanträgen betroffen ist ein weiterer Unternehmensbereich mit Sitz in Thüringen, der sich auf Laser- und Edelstahlverarbeitung spezialisiert hat und unverändert weiterarbeitet.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob eine tragfähige Lösung gefunden werden kann, um die betroffenen Geschäftsbereiche zu erhalten und Arbeitsplätze zu sichern.

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