Das traditionsreiche Möbelhaus Lambert aus Mönchengladbach hat ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Das 1967 gegründete Unternehmen stellte den Insolvenzantrag bereits im August; das zuständige Amtsgericht prüft den Fall derzeit.
Die Umsatzzahlen zeigen einen Rückgang: Nach rund 11 Millionen Euro im Jahr 2023 sank der Erlös im Folgejahr auf unter 10 Millionen. Diese negative Entwicklung belastet die Geschäftstätigkeit erheblich. Im Dezember gab es einen Wechsel in der Geschäftsführung — Ole Franke übernahm den Vorsitz und kündigte an, die Lage mit einem erfahrenen Team angehen zu wollen. Weitere Details zur Insolvenz sollen zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt werden.
Lambert beschäftigt etwa 70 Personen. Der Vertrieb erfolgt überwiegend über ein Netzwerk aus Händlern und eigenen Flagship-Stores; rund zehn Prozent des Absatzes laufen über den Onlinekanal. Zu den Verkaufsstandorten zählen neben dem Firmensitz ein Factory Outlet sowie Filialen in Outlet-Centern und großen Städten in Deutschland. Auch eine Präsenz im Ausland besteht.
Die aktuelle Situation spiegelt die schwierigen Rahmenbedingungen im Möbelhandel wider: rückläufige Nachfrage und Preisdruck zwingen einzelne Anbieter zu Restrukturierungen. Wie sich die Lage für Lambert entwickelt, hängt jetzt von den laufenden Prüfungen und möglichen Sanierungsmaßnahmen ab.