Fr. 23. Jan.. 2026

Die Bemühungen, den kriselnden Matratzenfachhändler MFO zu retten, sind gescheitert. Nachdem sich kein Übernehmer für die insolvente Muttergesellschaft, die Matratzen Direct AG, finden ließ, zieht das Unternehmen nun die Konsequenzen und stellt den Geschäftsbetrieb komplett ein. Diese Entscheidung führt zur Schließung aller 97 Filialen und bedeutet den Verlust von etwa 300 Arbeitsplätzen.

Gescheiterte Rettungsversuche und wirtschaftliche Hintergründe

Das Kölner Unternehmen hatte bereits Ende März dieses Jahres ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung initiiert. Der ursprüngliche Plan sah vor, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, um ihn für eine Übernahme durch einen Investor attraktiv zu machen. Trotz der Kontaktaufnahme zu über 40 potenziellen Interessenten konnte jedoch kein Käufer gewonnen werden. Ohne die dringend notwendige finanzielle Unterstützung war eine wirtschaftlich tragfähige Weiterführung des Handelsgeschäfts nach Aussage der Führungsetage nicht mehr möglich. Daher wird der laufende Betrieb nun bis zum Jahresende abgewickelt.

Abverkauf und wiederkehrende Probleme

Die verbleibenden Warenbestände, darunter Matratzen und andere Bettwaren, werden derzeit in den Filialen sowie über den Online-Shop in einem finalen Abverkauf angeboten. Es ist nicht das erste Mal, dass der Matratzenhändler in wirtschaftliche Schieflage gerät. Bereits 2017 stand das Unternehmen vor dem Aus, konnte damals aber gerettet werden. Die aktuellen Schwierigkeiten sind jedoch auf das erneute Auftreten von Verlusten in jüngster Zeit zurückzuführen, welche maßgeblich durch die angespannte Wirtschaftslage und die verminderte Kaufkraft der Konsumenten verursacht wurden. Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete MFO zuletzt ein negatives Ergebnis von 1,2 Millionen Euro.

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