Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des oberösterreichischen Motorradherstellers KTM haben nun den ersten Zulieferer in die Insolvenz gezwungen. Über die RJ-Werkzeugbau GmbH wurde ein Konkursverfahren am Landesgericht Ried eröffnet. Betroffen sind 15 Mitarbeiter.
Ursachen der Insolvenz
Neben der Abhängigkeit von KTM nennt der Insolvenzantrag zusätzliche Belastungsfaktoren: die Corona-Pandemie, die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges und die anhaltende Schwäche der deutschen Automobilzulieferindustrie. Diese Entwicklungen verschärften die ohnehin angespannte Lage des Unternehmens erheblich.
Die RJ-Werkzeugbau GmbH im Kontext der RJ-Gruppe
Das Familienunternehmen, das 1996 gegründet wurde, ist Teil der „RJ-Gruppe“ und in den Bereichen Werkzeugbau, Maschinen- und Anlagenbau tätig. Allerdings sind nicht alle Unternehmensteile von der Insolvenz betroffen. Die RJ-Vermietungs GmbH und die RJ Metallbearbeitung- und Konstruktionen GmbH bleiben weiterhin bestehen und setzen ihren Betrieb fort.
Fazit
Die finanziellen Probleme von KTM haben weitreichende Auswirkungen auf das Netzwerk seiner Zulieferer. Die Insolvenz der RJ-Werkzeugbau GmbH verdeutlicht, wie eng die wirtschaftlichen Schicksale der beteiligten Unternehmen miteinander verbunden sind. Ob weitere Zulieferer folgen, bleibt abzuwarten.
Weitere Insolvenzfälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.
