Ein Hotel an der deutschen Ostseeküste ist in die Insolvenz gerutscht, obwohl das Haus erst kürzlich aufwendig renoviert wurde. Hohe Investitionskosten und rückläufige Einnahmen gelten als Hauptursachen für die finanzielle Schieflage. Erschwerend kommt hinzu, dass günstigere Unterkünfte auf der polnischen Seite der Ostsee zunehmend Gäste abziehen.
Die Belegschaft ist von der Pleite unmittelbar betroffen. Ihre Gehälter werden vorerst über einen Insolvenzfonds abgesichert. Der Hotelbetrieb selbst wird fortgeführt, ebenso wie der eines angeschlossenen Hotels in Leipzig.
Branchenexperten sehen die Lage im deutschen Küstenhotelgewerbe mit Sorge. Neben dem Konkurrenzdruck aus dem Ausland setzen steigende Energie und Lebensmittelkosten sowie ein anhaltender Mangel an Fachkräften den Betrieben zu. Der aktuelle Fall steht nicht für sich allein: In den vergangenen Monaten haben mehrere Hotels in Norddeutschland ihren Betrieb aufgeben müssen. Die Insolvenzwelle im Sektor reißt damit nicht ab.
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