Mo. 6. Apr.. 2026

Der Versandhändler Hagen Grote aus dem Premiumsegment hat Anfang März Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das 1987 gegründete Familienunternehmen steckt in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten. Für die 87 Beschäftigten ist die Zukunft derzeit ungewiss.

Der Gründer startete das Unternehmen mit Mitte vierzig aus einer persönlichen Leidenschaft heraus. Aus einem ersten Versandkatalog mit hochwertigen Küchenartikeln und Delikatessen wurde ein wachsendes Geschäftsmodell, das später auch Wohn und Dekoartikel umfasste. Jahrzehntelang lief das Konzept erfolgreich.

Doch das Konsumverhalten hat sich grundlegend gewandelt. Viele Verbraucher greifen heute lieber zu günstigen Alternativen auf Plattformen wie Temu, statt in Qualitätsprodukte zu investieren. Das bekam Hagen Grote spürbar zu spüren: 2023 brachen die Umsätze um 22 Prozent ein, 2024 folgte ein weiterer Rückgang von 11 Prozent. Am Ende standen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

Die Geschäftsführung hat dennoch klare Ziele formuliert. Das Unternehmen soll neu ausgerichtet und ein Investor gefunden werden, der den Betrieb langfristig trägt. Bis Ende Mai werden die Gehälter der Belegschaft über das Insolvenzgeld gesichert. Der laufende Betrieb wird vorerst aufrechterhalten.

Ob sich ein Käufer findet, bleibt offen. Die schwache Kauflaune der Verbraucher und das herausfordernde Marktumfeld machen die Suche nach Investoren generell schwieriger. Für Hagen Grote wird es nun darauf ankommen, schnell Klarheit zu schaffen, um das Unternehmen und die Arbeitsplaetze zu erhalten.

Wenn Sie weitere aktuelle Firmeninsolvenzen im DACH Raum suchen, finden Sie diese in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert