Mo. 13. Apr.. 2026

Der Chemiekonzern Venator steht in Deutschland vor großen Problemen. Rund 700 Beschäftigte an den Standorten Duisburg und Krefeld sind von der Insolvenz betroffen.

Auslöser der finanziellen Schieflage ist die Pleite der britischen Muttergesellschaft. Da die Tochterfirmen nicht mehr auf den zentralen Geldfluss zurückgreifen können, fehlen die Mittel zur Begleichung laufender Verpflichtungen. Die deutschen Standorte sind damit gezwungen, ausschließlich mit den eigenen Einnahmen zu wirtschaften.

Trotz dieser schwierigen Situation sieht der Betriebsrat Chancen. Vorsitzender Uwe Sova betont, dass die Standorte weiterhin Einnahmen erzielen und sich so eine Perspektive ergeben könnte. Er fordert die Belegschaft auf, konzentriert weiterzuarbeiten, um die Vorgaben des künftigen Insolvenzverwalters erfüllen zu können.

Für die kommenden drei Monate sind die Gehälter gesichert. Sie werden im Rahmen des Insolvenzausfallgeldes durch die Bundesagentur für Arbeit übernommen. Geschäftsführer Francesco Pacini kündigte zudem eine Mitarbeiterversammlung an, bei der die weitere Vorgehensweise gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter besprochen werden soll.

Bereits im Vorjahr hatte Venator tiefgreifende Einschnitte vorgenommen. In Duisburg wurden fast 300 Stellen gestrichen, die Produktion von Titandioxid wurde eingestellt und teilweise nach Krefeld verlagert. Zahlreiche Beschäftigte wechselten in eine Transfergesellschaft oder erhielten Abfindungen.

Die aktuelle Insolvenz setzt die Belegschaft nun erneut unter Druck. Ob die Werke langfristig erhalten bleiben können, hängt maßgeblich vom Verlauf des Verfahrens und den Entscheidungen des Insolvenzverwalters ab.

Wenn Sie weitere aktuelle Firmeninsolvenzen im DACH Raum suchen, finden Sie diese in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

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