Fr. 27. März. 2026

Das Amtsgericht Syke hat Anfang März 2026 ein vorläufiges Insolvenzverfahren für die Springer GmbH aus Stuhr bei Bremen eröffnet. Der auf Presswerk-Automation spezialisierte Betrieb beschäftigt am niedersächsischen Standort rund 100 Mitarbeiter. Eine tschechische Tochtergesellschaft mit etwa 20 Beschäftigten ist von dem Verfahren nicht betroffen.

Rechtsanwalt Christian Kaufmann wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Seine Aufgabe besteht zunächst darin, die finanzielle Lage des Unternehmens zu analysieren und mögliche Sanierungsoptionen zu prüfen. Darüber hinaus sucht er den Kontakt zu potenziellen Investoren, die eine vollständige oder teilweise Übernahme in Betracht ziehen könnten.

Der laufende Geschäftsbetrieb soll trotz der Insolvenz aufrechterhalten werden. Bestehende Kundenaufträge werden weiter abgearbeitet, während parallel Gespräche mit Kunden, Lieferanten und Finanzierungspartnern geführt werden. Für die Beschäftigten besteht in den ersten Monaten des Verfahrens keine unmittelbare finanzielle Gefahr, da ihre Löhne und Gehälter durch das gesetzliche Insolvenzgeld abgesichert sind.

Die Springer GmbH gilt als etablierter Spezialist für die Automatisierung von Presswerken. Zu ihren Produkten zählen unter anderem Greifersysteme für den Karosseriebau, die weltweit im Einsatz sind. Das Unternehmen ist neben der Automobilbranche auch in anderen Industriebereichen tätig.

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