Die Möbelfabrik Röhr-Bush aus dem Kreis Gütersloh hat einen erneuten Insolvenzantrag gestellt. Etwa 150 Beschäftigte sind von der Entwicklung betroffen. Es handelt sich bereits um den zweiten Insolvenzantrag innerhalb von neun Jahren.
Die Geschäftsführung um Steffen Liebich bezeichnete die Lage als ernst, betonte aber zugleich, dass Möglichkeiten zur Fortführung geprüft werden sollen. Als Hauptursachen nennt das Unternehmen anhaltend hohe Produktionskosten, steigende Energiepreise, Probleme in den Lieferketten und eine schwächere Nachfrage auf dem Markt.
Für die Belegschaft und Zulieferer bringt das Verfahren erhebliche Unsicherheit mit sich. In den kommenden Wochen sollen ein Sanierungskonzept sowie mögliche Investorenoptionen geprüft werden. Denkbare Schritte reichen von betriebsinternen Einsparungen über eine strukturelle Neuaufstellung bis zu Teilverkäufen von Unternehmensbereichen.
Die Perspektive bleibt offen: Ob eine Restrukturierung gelingt oder Stellen verloren gehen, hängt von den Verhandlungen mit Gläubigern und potenziellen Investoren ab. Klar ist, dass das Ergebnis weitreichende Folgen für die Region und die betroffenen Familien haben kann.
Kurz gefasst: Röhr-Bush steht erneut vor einem Wendepunkt. Die nächsten Entscheidungen werden bestimmen, ob die Produktion erhalten werden kann oder ob tiefere Einschnitte unvermeidlich sind.