Fr. 13. Feb.. 2026

Die Damino GmbH, ein seit über einem Jahrhundert aktives Unternehmen im sächsischen Großschönau, steht vor einem entscheidenden Wendepunkt: Ab Anfang September soll das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung offiziell eingeleitet werden. Aktuell nutzt die Geschäftsführung die Zeit bis dahin, um ein umfassendes Sanierungskonzept auszuarbeiten.

Trotz der finanziellen Schwierigkeiten bleibt der Betrieb nicht stehen. Während der Sommermonate, insbesondere im Juli, wurden Betriebsferien und technische Überprüfungen durchgeführt. Der August dient nun der strategischen Neuausrichtung. Dabei fließen bereits erste Gespräche mit potenziellen Investoren und Kooperationspartnern in die Planung ein. Ziel ist es, auf Basis externer Impulse tragfähige Lösungen für die Zukunft des Unternehmens zu entwickeln.

Die rund 120 Mitarbeiter sichern in dieser Übergangszeit die laufende Produktion. Ihre Löhne und Gehälter sind im Rahmen des Insolvenzgeldes weiterhin gedeckt. Die Fertigung am Standort Großschönau läuft stabil weiter – Kundenaufträge werden ohne Einschränkungen erfüllt. Das betrifft vor allem textile Spezialanfertigungen für Hotels, Gaststätten, Kreuzfahrtschiffe, Fluggesellschaften sowie für die Möbel- und Automobilbranche.

Das Unternehmen blickt auf eine über 100-jährige Geschichte in der Damastherstellung zurück. Seit 1906 ist Großschönau eng mit der Webereitradition verbunden. Damino hat sich dabei auf die hochwertige Produktion und Veredelung von Tisch- und Bettwäsche für den gewerblichen Einsatz spezialisiert.

Die Unternehmensführung betont, dass alle Maßnahmen darauf ausgerichtet sind, den Betrieb langfristig zu sichern. Mit der geplanten Eigenverwaltung will Damino den nötigen Handlungsspielraum behalten, um die Weichen für eine stabile Zukunft selbst zu stellen.

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