Mo. 13. Apr.. 2026

Eine misslungene Investition hat einem ostwestfälischen Unternehmen das Genick gebrochen. Die RT-Lasertechnik aus Rheda-Wiedenbrück steht trotz voller Auftragsbücher vor dem finanziellen Aus. Das Amtsgericht Bielefeld eröffnete Mitte Januar ein Insolvenzverfahren. Rund 150 Beschäftigte sind davon betroffen.

Als Hauptgrund für die Zahlungsschwierigkeiten nennt Insolvenzverwalter Mike Westkamp die Anschaffung einer neuen Maschine. Ein Flachbrett-Laser bereitete dem Metallverarbeiter erhebliche Schwierigkeiten, sodass bestehende Aufträge weder vollständig noch fristgerecht abgearbeitet werden konnten. Die daraus folgenden Umsatzverluste entzogen dem Betrieb schrittweise die finanzielle Grundlage. Irgendwann war eine ausreichende Vorfinanzierung neuer Aufträge nicht mehr möglich, womit der Insolvenzantrag unausweichlich wurde.

Trotz der angespannten Lage bewertet Westkamp die Aussichten als grundsätzlich positiv. Die Nachfrage nach den Leistungen des Unternehmens sei ungebrochen, was eine solide Ausgangsbasis für eine Sanierung biete. RT-Lasertechnik ist als Gesamtdienstleister aufgestellt und deckt sowohl Produktion als auch Weiterverarbeitung ab. Hinzu kommen moderne Produktionshallen mit ausreichend Kapazitäten für eine mögliche Erweiterung des Betriebs.

Ein Investorenprozess wurde bereits angestoßen. Laut Westkamp laufen Gespräche mit mehreren Interessenten. Die Gehälter der Belegschaft sind für drei Monate gesichert, sodass der Betrieb vorerst weiterläuft und die Mitarbeiter Zeit gewinnen.

Weitere Insolvenzfälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

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