Mo. 13. Apr.. 2026

Der österreichische Lebensmittelhersteller Qimiq hat nach einem Vierteljahrhundert am Markt Insolvenz angemeldet. Das Salzburger Unternehmen ist vor allem in der Gastronomie und der Lebensmittelindustrie für seine schnittfeste Sahnebasis bekannt.

Beim Landesgericht Salzburg wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Nach österreichischem Recht muss Qimiq innerhalb von zwei Jahren 20 Prozent seiner Verbindlichkeiten begleichen, um den Geschäftsbetrieb fortführen zu dürfen. Die Gesamtschulden belaufen sich auf rund 8,66 Millionen Euro, verteilt auf 159 Gläubiger.

Auslöser der Krise waren stark gestiegene Milchpreise zwischen Juli und Dezember 2025. Verschärft wurde die Lage durch verzögerte Zahlungen internationaler Großkunden, was zu erheblichen Liquiditätsengpässen führte. Anfang 2026 verhängte die SalzburgMilch GmbH zudem einen Lieferstopp, wodurch Qimiq bestimmte Rohstoffe nicht mehr beziehen konnte und Umsätze wegbrachen. Verhandlungen mit SalzburgMilch über eine mögliche Beteiligung scheiterten im März 2026 endgültig.

Trotz der schwierigen Lage gibt sich das Unternehmen optimistisch. Die Milchpreise seien inzwischen gesunken, Sparmaßnahmen bereits eingeleitet und die Warenlieferungen wieder aufgenommen worden. Zudem würden neue Bestellungen eingehen, teilte die Unternehmensleitung mit.

Neben der klassischen Sahnebasis für Kochen und Backen vertreibt Qimiq auch eine vegane Produktvariante.

Einen Überblick über weitere Insolvenzmeldungen im DACH Raum erhalten Sie auf unserer Seite Aktuelle Insolvenzen.

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