Sa. 28. März. 2026

Ein Lieferantenausfall hat das Stuttgarter Traditionsunternehmen Schuhhaus Horsch in die Insolvenz getrieben. Am 28. Januar stellte die Schuhhaus Georg Horsch GmbH beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das Unternehmen, das seit mehr als 75 Jahren in Familienbesitz ist, hat sich auf Schuhe in Sonder und Übergrößen spezialisiert und betreibt Filialen in Stuttgart und Düsseldorf.

Auslöser der Krise war laut Geschäftsführer Felix Horsch der Zusammenbruch eines bedeutenden portugiesischen Lieferanten. Dieser Ausfall habe das Unternehmen in einem ohnehin schwierigen Marktumfeld hart getroffen. Kaufzurückhaltung bei den Verbrauchern und hohe Betriebskosten hätten die Lage zusätzlich verschärft. Trotz intensiver Bemühungen, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten abzufedern, blieb eine Stabilisierung ohne Insolvenzantrag letztlich nicht möglich.

Das Amtsgericht hat Rechtsanwältin Nora Sickeler von der Kanzlei Grub Brugger als vorläufige Insolvenzverwalterin eingesetzt. Unter ihrer Aufsicht laufen der Betrieb in beiden Filialen sowie der Online-Shop des Unternehmens vorerst weiter. Sickeler betonte, dass Kunden weiterhin zuverlässig bestellen und einkaufen können. Wer jetzt bei Horsch einkauft, leiste einen direkten Beitrag zur Stabilisierung des Unternehmens und schaffe damit die Voraussetzung für eine erfolgreiche Sanierung.

Die Gehälter der 15 Beschäftigten sind für einen Zeitraum von drei Monaten durch das gesetzliche Insolvenzgeld gesichert. Parallel dazu sollen tragfähige Konzepte für die Zukunft des Unternehmens erarbeitet werden.

Die Insolvenz von Schuhhaus Horsch reiht sich in eine Serie von Krisen im deutschen Schuhhandel ein. Steigende Kosten, wachsende Konkurrenz durch den Onlinehandel und eine anhaltende Konsumflaute belasten die Branche seit geraumer Zeit erheblich.

Unsere laufend aktualisierte Übersicht zu weiteren Unternehmensinsolvenzen im DACH Raum finden Sie hier: Aktuelle Insolvenzen.

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