Das Sanierungsvorhaben der European League of Football ist gescheitert. Das Amtsgericht Hamburg hat am 23. März ein reguläres Insolvenzverfahren gegen die ELF eröffnet. Die offizielle Bekanntmachung datiert vom 25. März.
Bereits im Februar hatte die Liga einen Antrag auf ein vorläufiges Eigenverwaltungsverfahren gestellt. Geschäftsführer Zeljko Karajica verfolgte damit das Ziel, den Spielbetrieb für die laufende Saison zu sichern und die Liga wirtschaftlich neu aufzustellen. Dieser Plan ist nun endgültig hinfällig.
Mit der Eröffnung des klassischen Insolvenzverfahrens verliert die bisherige Geschäftsführung weitgehend die Kontrolle über Finanzen und operatives Geschäft. Diese Befugnisse gehen vollständig auf den gerichtlich bestellten Insolvenzverwalter Andreas Romey über. Der Hamburger Rechtsanwalt war bereits als vorläufiger Verwalter tätig und kennt die finanzielle Lage der Liga damit aus erster Hand.
Ein wichtiger Termin steht für den 23. Juni 2026 an. Dann findet in Hamburg eine Gläubigerversammlung statt, bei der Romey die Beteiligten über den aktuellen Stand des Verfahrens unterrichten wird. Schon deutlich früher soll jedoch ein vorläufiger Gläubigerausschuss zusammenkommen. Dabei geht es darum, vorliegende Angebote gemeinsam zu prüfen und die für alle Beteiligten bestmögliche Lösung zu erarbeiten.
Wie es mit dem Ligabetrieb der ELF mittelfristig weitergeht, bleibt vorerst offen.
Wenn Sie weitere aktuelle Firmeninsolvenzen im DACH Raum suchen, finden Sie diese in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.