Fr. 10. Apr.. 2026

Das Amtsgericht Hamburg hat am 23. März das Insolvenzverfahren über das Vermögen der European League of Football offiziell eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Rechtsanwalt Andreas Romey bestellt, der die Liga bereits seit Anfang Februar als vorläufiger Verwalter begleitet hatte.

Damals hatte Geschäftsführer Zeljko Karajica einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverantwortung gestellt. Ziel war es, den laufenden Betrieb zu sichern und eine Saison 2026 zu ermöglichen. Dieser Plan ist nun gescheitert: Das Gericht hat die Eröffnung des regulären Verfahrens beschlossen und damit die Kontrolle auf Romey übertragen. Karajica hat folglich keine Entscheidungsgewalt mehr über die Liga.

Romey übernimmt nun sämtliche wesentlichen Entscheidungen. Dazu gehört unter anderem die Frage, ob gegen fünf aus der Liga ausgetretene Teams rechtlich vorgegangen werden soll. Karajica hatte diese Clubs zuletzt noch als vertraglich gebunden betrachtet und Schadensersatzforderungen ins Spiel gebracht. Ob daraus tatsächlich Klagen werden, liegt nun allein beim Insolvenzverwalter.

Ein erster wichtiger Termin im Verfahren ist die Gläubigerversammlung, die für den 23. Juni 2026 in Hamburg angesetzt ist. Dort wird Romey den Beteiligten einen umfassenden Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Liga vorlegen. Bereits in der kommenden Woche soll jedoch eine Sitzung des vorläufigen Gläubigerausschusses stattfinden. Dabei stehen vorliegende Angebote zur Diskussion, um gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter die bestmögliche Lösung für Gläubiger und Liga zu erarbeiten.

Ein Spielbetrieb der ELF in dieser Saison ist damit endgültig ausgeschlossen. Wie es langfristig mit der Liga und der Rolle Karajicas weitergeht, bleibt vorerst offen.

Einen Überblick über weitere Insolvenzmeldungen im DACH Raum erhalten Sie auf unserer Seite Aktuelle Insolvenzen.

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