Govecs hat beim Amtsgericht München Insolvenz angemeldet. Der Antrag datiert auf den 24. November 2025. Das Unternehmen, Absender der modernen eSchwalbe, sucht nun nach einem Investor, um die Produktion und Marke zu erhalten.
Der Neustart der legendären Schwalbe als Elektro-Roller fand kaum ausreichende Käuferzahlen. Technisch und im Design sollte die eSchwalbe Nostalgie mit moderner Mobilität verbinden. Händler und Hersteller berichteten jedoch von schwacher Nachfrage und einem stark umkämpften E-Roller-Markt in Europa. Govecs nennt anhaltende Verluste als Hauptgrund für die Misere; die erzielten Umsätze reichten nicht aus, um Entwicklung, Fertigung und Vertrieb dauerhaft zu finanzieren.
Zudem verlor Govecs frühe Kooperationspartner, was zusätzliche Belastungen verursachte. Konkurrenzprodukte mit niedrigeren Preisen und hohen Leistungsdaten vergrößerten den Druck. Folge waren geringere Neuzulassungen und ein stockender Absatz – Faktoren, die das Geschäftsmodell stark belasteten.
Mit dem Insolvenzverfahren sollen Optionen geprüft werden, die Marke zu sichern oder geordnete Veräußerungen zu ermöglichen. Ein Investor könnte Produktion und Service stabilisieren; ohne fremde Mittel droht das Aus für die eSchwalbe-Initiative. Kundenaufträge und laufende Servicefälle werden nach Angaben des Unternehmens zunächst abgearbeitet.
Ob sich Govecs und die eSchwalbe in veränderter Form am Markt halten können, hängt nun von Verhandlungen und möglichen Kapitalgebern ab. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die traditionsbehaftete Marke eine neue wirtschaftliche Basis findet oder vom Markt verschwindet.