Sa. 13. Dez.. 2025

Ein interner Konflikt innerhalb der Gesellschafterstruktur hat das Münchner Getränkestart-up Hydr8 zahlungsunfähig gemacht. Das Unternehmen, das Elektrolyt-Drinks herstellt, hat Insolvenz angemeldet; das Amtsgericht setzte vorläufigen Insolvenzverwalter Robert Hänel ein.

Die Ursache liegt nach Unternehmensangaben in andauernden Meinungsverschiedenheiten unter den Eigentümern. Gründer Benjamin Schwarz hält die Mehrheit der Anteile, die restlichen Anteile gehören einer externen Beteiligungsgesellschaft. Diese Differenzen sollen die operative Handlungsfähigkeit so stark eingeschränkt haben, dass eine Sanierung im laufenden Geschäftsbetrieb nicht mehr möglich erschien.

Trotz des Insolvenzantrags sollen Produktion und Lieferketten vorerst aufrechterhalten werden. Die Produkte von Hydr8 bleiben weiterhin in vielen Filialen erhältlich, und der laufende Vertrieb wird nach Angaben des Unternehmens vorläufig fortgesetzt. Gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter prüft die Geschäftsführung Optionen zur Kapitalbeschaffung und möglichen Investorenlösungen.

Kurzfristig fokussieren sich die Maßnahmen auf die Sicherung der Versorgungspartner und die Erfüllung bestehender Bestellungen. Langfristig stehen zwei Wege im Raum: eine schnelle Kapitalzufuhr durch neue Geldgeber oder eine geordnete Abwicklung, falls sich keine Tragfähige Lösung finden lässt.

Hydr8s Produktlinie richtet sich vor allem an Sportler und aktive Verbraucher; Elektrolytgetränke ersetzen beim Schwitzen verlorene Mineralstoffe wie Natrium, Kalium und Magnesium und unterstützen so Flüssigkeitshaushalt und Leistungsfähigkeit. Ob Marke und Produktion bewahrt werden können, entscheidet sich in den nächsten Wochen während der Abstimmungen zwischen Insolvenzverwalter, Gesellschaftern und potenziellen Investoren.

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