So. 22. Feb.. 2026

Über die Hauer-Fenster GmbH mit Sitz in Waidhofen an der Thaya wurde Ende September 2025 am Landesgericht Krems ein Konkursverfahren eingeleitet. Forderungen von Gläubigern können bis zum 17. November 2025 angemeldet werden. Rund 25 Mitarbeiter bangen nun um ihre Anstellung. Als Insolvenzverwalter wurde Wolfgang Mayrhofer bestellt. Damit steht ein traditionsreiches Unternehmen nach acht Jahrzehnten vor dem Aus.

Die Ursprünge des Betriebs reichen bis ins Jahr 1945 zurück, als Adolf Hauer sen. eine Schlosserei gründete. Anfangs wurden vor allem Öfen, Geländer und ähnliche Metallarbeiten hergestellt. In den 1950er-Jahren eröffnete die Familie ein Verkaufsgeschäft in Waidhofen, das den Vertrieb sowohl eigener Produkte als auch zugekaufter Öfen übernahm. Mit dem Einstieg von Adolf Hauer jun. entwickelte sich das Unternehmen weiter und verlagerte den Schwerpunkt zunehmend auf Fenster- und Türsysteme.

Der endgültige Standort in der Wiener Straße 86 wurde 1969 bezogen. Dort begann die Fertigung von Aluminiumfenstern, Türen und Fassaden. Ab den 1980er-Jahren kam die Produktion von Kunststofffenstern hinzu, wodurch sich das Angebot kontinuierlich erweiterte. 2005 erfolgte schließlich die Umwandlung in die Hauer-Fenster GmbH.

Zuletzt zählte der Betrieb etwa 25 Mitarbeiter. Produziert und verkauft wurden maßgefertigte Fenster, Türen, Fassaden, Wintergärten und Brandschutzelemente aus Aluminium und Kunststoff. Die Kunden stammten überwiegend aus Niederösterreich und Wien.

Mit der Insolvenz droht nun das Ende eines Unternehmens, das über Jahrzehnte als fixer Bestandteil der regionalen Wirtschaft galt. Ob eine Fortführung oder ein Verkauf möglich ist, bleibt abzuwarten.

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