So. 8. Feb.. 2026

Die Klinik in Schwabach steht vor dem Aus: Am Freitag wurde beim Amtsgericht Nürnberg ein Insolvenzantrag gestellt. Damit reagiert die Krankenhaus Schwabach gGmbH auf anhaltende wirtschaftliche Schwierigkeiten, die sich über Jahre aufgebaut haben.

Trotz verschiedener Maßnahmen zur finanziellen Stabilisierung blieb der erhoffte Erfolg aus. Auch ein umfangreiches Verkaufsverfahren brachte keinen geeigneten Investor hervor. Der Geschäftsführer der Klinik, Dr. Walter Förtsch, erklärte, dass nach dem Scheitern aller Optionen die Insolvenz unausweichlich gewesen sei.

Der bisherige Träger Diakoneo hatte sich seit der Übernahme intensiv für den Erhalt des Hauses engagiert – sowohl durch finanzielle Mittel in Millionenhöhe als auch durch Managementressourcen. Wie Michael Krach, kaufmännischer Vorstand von Diakoneo, betonte, habe man 2025 verstärkt versucht, eine Nachfolgelösung zu finden. Die Bemühungen scheiterten jedoch. Der Rückgang der Patientenzahlen seit der Pandemie und deutlich gestiegene Kosten hätten die finanzielle Lage zusätzlich belastet.

Die Stadt Schwabach informierte am Samstag über die Insolvenz. Laut Oberbürgermeister Peter Reiß werde man sich in den kommenden Gesprächen mit Klinikleitung, Betriebsrat und dem vorläufigen Insolvenzverwalter dafür einsetzen, tragfähige Lösungen für Beschäftigte und Patienten zu finden. Für die städtische Verwaltung ist die Insolvenz juristisch jedoch kein Thema mehr, da Schwabach Anfang Februar ihren Anteil an der Klinik für einen symbolischen Euro an Diakoneo abgegeben hatte.

Der laufende Betrieb der Klinik soll bis in den Herbst hinein aufrechterhalten werden. Wie es danach weitergeht, hängt von den Ergebnissen der kommenden Wochen ab. Die übrigen Bereiche von Diakoneo sind von der Insolvenz nicht betroffen.

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