Die Revo Hospitality Group, einer der größten Hotelbetreiber Europas, steckt in der Krise. Mitte Januar stellte das Berliner Unternehmen für rund 140 seiner Gesellschaften einen Insolvenzantrag in Eigenregie. Betroffen sind 175 Hotels mit etwa 5.500 Beschäftigten in Deutschland und Österreich.
Als Ursachen nennt Revo gestiegene Kosten für Löhne, Mieten und Energie sowie die aggressive Expansion der vergangenen Jahre. Das Unternehmen war von einem einzelnen Hotel im Jahr 2008 auf zeitweise rund 260 Häuser in zwölf Ländern angewachsen. Zum Portfolio zählen neben eigenen Marken auch bekannte Namen wie Hilton, Dorint und Radisson.
Der Großteil der Hotels soll trotz der Insolvenz geöffnet bleiben und kann laut Unternehmensangaben weiterhin gebucht werden. Für vier Gesellschaften wurde jedoch ein reguläres Insolvenzverfahren eingeleitet, das strengere Konsequenzen nach sich zieht.
Zu diesen vier Gesellschaften gehört das Mövenpick Hotel Frankfurt. Das Vier Sterne Haus mit knapp 300 Zimmern in der Nähe der Messe ist seit dem Wochenende geschlossen. Auf Buchungsportalen wird die Unterkunft als nicht verfügbar geführt. Revo bestätigte die Schließung auf Anfrage.
Ebenfalls betroffen ist das Centro Hotel National am Frankfurter Hauptbahnhof. Das Haus war bereits vor dem Insolvenzantrag vorübergehend geschlossen und bleibt es vorerst auch. Für die Monate Februar und März sind keine Zimmer buchbar, wenngleich einige Reiseportale ab April wieder Verfügbarkeiten anzeigen. Diese Diskrepanz blieb zunächst ungeklärt. Auch ein Hotel auf der Insel Rügen gehört zu den geschlossenen Häusern.
In Hessen betreibt Revo rund 20 weitere Hotels, vor allem im Rhein Main Gebiet, aber auch in Städten wie Kassel, Darmstadt, Wetzlar und dem Kurort Willingen. Weitere Schließungen in der Region seien nach Unternehmensangaben nicht geplant.