Fr. 27. März. 2026

Die Insolvenz der Revo Hospitality Group, dem größten Hotelbetreiber Europas, hat nun konkrete Folgen für den deutschen Tourismusmarkt. Zwei Betriebe haben ihren Betrieb dauerhaft eingestellt: das Aedenlife Hotel und Resort auf Rügen sowie das Mövenpick Hotel Frankfurt City. Damit bestätigt sich eine Entwicklung, vor der Branchenvertreter seit Monaten gewarnt hatten.

Mitte Januar hatte die Revo Group für rund 140 Tochtergesellschaften beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen Insolvenzantrag gestellt. Betroffen sind insgesamt 125 Hotelstandorte in Deutschland und Österreich sowie rund 5.500 Beschäftigte. Als Hauptursachen der Krise gelten gestiegene Lohnkosten sowie höhere Ausgaben für Energie, Mieten und Lebensmittel.

Auf der Webseite des Rügener Hotels werden keine Buchungen mehr angenommen. Das Haus teilte mit, bestehende Reservierungen würden so schnell wie möglich storniert und die betroffenen Gaste informiert. Branchenberichten zufolge warten die Mitarbeiter des geschlossenen Betriebs noch auf ihre Januargehälter.

Die Schließung auf Rügen reiht sich in eine Serie von Insolvenzen im norddeutschen Gastgewerbe ein. Bereits im vergangenen Jahr mussten in Mecklenburg-Vorpommern etablierte Häuser wie der Scheelehof in Stralsund und das Usedom Palace in Zinnowitz aufgeben. Lars Schwarz, Vorsitzender des regionalen Dehoga-Landesverbandes, hatte die wirtschaftliche Lage der Branche Ende 2025 deutlich beschrieben: Die Umsätze lagen im ersten Halbjahr 2025 fast 18 Prozent unter dem Niveau von 2019. Viele Verbraucher schranken ihre Ausgaben fur Reisen und Restaurantbesuche angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten spurbar ein. Fur Hotels und Gastronomiebetriebe bedeute das eine ernste wirtschaftliche Belastung.

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