Mo. 16. März. 2026

PME-Familienservice, Träger von sieben Kindertagesstätten in Bremen, steht vor einem Insolvenzverfahren. Rund 430 Betreuungsplätze und etwa 120 Beschäftigte sind betroffen. Der Träger sieht den Auslöser in einem Stopp städtischer Zahlungen und hat deshalb finanzielle Notlage angezeigt.

Nach Angaben der Geschäftsführung seien seit März Gespräche mit der Stadt geführt worden, um die Lage zu klären. PME gibt an, auf eine Lösung gesetzt zu haben und kritisiert eine anhaltende Unterfinanzierung der Kitas. Ohne die zugesagten Mittel sei eine Fortführung des Betriebs nicht mehr darstellbar, so die Darstellung des Trägers.

Die Verwaltung widerspricht dieser Darstellung. Die zuständige Behörde erklärt, bei drohender Insolvenz grundsätzlich vorsichtig mit Fördermitteln zu verfahren und künftig nur noch die tatsächlich belegten Leistungen zu übernehmen. Dazu müsse PME detailliert melden, welche Kinder in welchem Umfang betreut werden, damit eine Einzelabrechnung möglich sei.

Politische Reaktionen fallen scharf aus: Die CDU wirft der Verwaltung vor, durch das Vorgehen die Zahlungsfähigkeit der Träger zu gefährden und kritisiert langfristige Finanzierungsdefizite. Die FDP fordert schnelle Aufklärung durch die Senatsverwaltung.

Der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens sei noch nicht endgültig gestellt. Bis dahin bleibt die Situation unsicher, ebenso die Frage möglicher Personal- und Standortanpassungen.

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