Mo. 23. Feb.. 2026

Ein traditionsreicher Maschinenbauer aus Walldürn steht unter finanziellen Druck, nachdem Rückzahlungen staatlicher Hilfen fällig geworden sind. Der Betrieb Ballweg + Büttner, spezialisiert auf Fördertechnik, Bauteilmontage und Sondermaschinen, hat beim Amtsgericht Mosbach ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt.

Die Ursache für die Schieflage liegt nach Angaben der Kanzlei Eisner in den Rückforderungen der Corona-Hilfen. Diese überstiegen die finanziellen Möglichkeiten des Familienunternehmens, das seit 1971 am Markt tätig ist und inzwischen in zweiter Generation geführt wird. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Renald Metoja bestellt.

Trotz des Verfahrens bleibt die Produktion bestehen. Die Auftragslage gilt weiterhin als stabil, sodass der Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen fortgesetzt werden kann. Auch die elf Arbeitsplätze sind zunächst gesichert: Die Gehälter werden über das Insolvenzgeld bis Ende November abgedeckt. Nach Einschätzung des Insolvenzverwalters sind tiefgreifende Personalmaßnahmen deshalb nicht vorgesehen.

Parallel werden mögliche Sanierungsschritte geprüft. Ziel ist es, das Unternehmen finanziell wieder auf sichere Beine zu stellen und die Zukunft des Betriebs zu sichern. Vergleichbare Situationen haben zuletzt auch andere mittelständische Maschinenbauer in Baden-Württemberg getroffen, die ebenfalls durch die Rückzahlungspflicht staatlicher Zuschüsse in Schwierigkeiten geraten sind.

Ob Unternehmen die Hilfen ganz oder teilweise zurückzahlen müssen, hängt von den Entscheidungen der Bewilligungsstellen ab. Voraussetzung für einen Erlass ist, dass die wirtschaftlichen Einbußen klar auf die Pandemie zurückgeführt werden können. Fehlt dieser Nachweis, kann die Rückforderung den gesamten Betrag betreffen – mit entsprechend gravierenden Folgen für betroffene Betriebe.

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