Fr. 13. Feb.. 2026

Ein traditionsreicher Betrieb aus Niedersachsen kämpft ums Überleben. Die Fleischerei Ernst Dehning aus Schneverdingen, seit über 100 Jahren in Familienhand, befindet sich in einem Insolvenzverfahren.

Das Unternehmen, das Anfang Mai die Insolvenz anmeldete und dessen Verfahren im Juli eröffnet wurde, steht exemplarisch für die Krise vieler deutscher Fleischereien. Sinkender Fleischkonsum, steigende Kosten und ein deutlicher Fachkräftemangel belasten die Branche seit Jahren. Auch bei Dehning hinterließen diese Faktoren deutliche Spuren.

Zum Firmenverbund gehören das Stammhaus in der Lüneburger Heide sowie mehrere Filialen in Hamburg, Garbsen, Salzwedel und Bremen. Während der Geschäftsbetrieb an allen Standorten weitergeführt wird, bleibt die Zukunft einzelner Filialen offen. In Berlin konnten bereits vier Geschäfte verkauft werden, eine Hamburger Filiale wurde hingegen geschlossen.

Von den ursprünglich rund 150 Mitarbeitern arbeiten derzeit noch etwa 90 für das Unternehmen. Ein Teil der Beschäftigten wechselte nach einer Übernahme in Berlin zum neuen Eigentümer, andere kündigten selbst. Entlassungen im Rahmen des Insolvenzverfahrens gab es bislang nicht.

Laut Insolvenzverwalter Sebastian Ludolfs laufen aktuell Gespräche mit Vermietern und möglichen Investoren. Ziel sei es, bis Ende November eine tragfähige Lösung zu finden. Allerdings bestehen nach Medienberichten erhebliche Verbindlichkeiten in Millionenhöhe.

Ob der Traditionsbetrieb eine Zukunft hat, bleibt damit weiterhin ungewiss.

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