Der österreichische Netzbetreiber Speed Connect ist zahlungsunfähig. Das Handelsgericht Wien hat am 24. Juni 2025 ein Konkursverfahren gegen das auf Glasfaserinfrastruktur spezialisierte Unternehmen eröffnet.
Speed Connect betrieb in Teilen Niederösterreichs, der Steiermark, des Burgenlands und Kärntens ein eigenes Glasfasernetz. Über dieses Netz konnten alternative Internetanbieter ihre Dienste anbieten. Trotz dieser strategischen Ausrichtung blieben die erwarteten Erfolge aus.
Die Ursachen für die Insolvenz sind vielfältig: Der Netzausbau verursachte enorme Kosten, gleichzeitig blieb die Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen hinter den Erwartungen zurück. Die Preisgestaltung am Markt ließ zudem nur geringe Margen zu. Weitere Belastungen entstanden durch insolvente Baupartner und hohe bürokratische Hürden bei der Umsetzung von Bauprojekten. Auch die Suche nach frischem Kapital verlief erfolglos.
Die Verbindlichkeiten des Unternehmens belaufen sich auf rund 4,1 Millionen Euro. Insgesamt sind 17 Mitarbeiter und zahlreiche Gläubiger betroffen. Trotz der angespannten finanziellen Lage strebt Speed Connect eine Sanierung an. Ziel ist es, durch Verwertung des vorhandenen Vermögens eine Rückzahlung von über 30 Prozent an die Gläubiger zu ermöglichen.
Betroffene Gläubiger haben bis zum 18. August 2025 Gelegenheit, ihre Forderungen anzumelden. Die gerichtliche Prüfung ist für den 1. September 2025 terminiert.