Die Reederei Meine Fähre, die seit Herbst 2024 eine Fährverbindung zwischen Norderney und Norddeich betreibt, hat beim Amtsgericht Aurich einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit eingereicht. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag.
Das 2022 gegründete Unternehmen mit Sitz auf Norderney hatte erst vor wenigen Monaten seinen Betrieb aufgenommen. Mit dem Schiff Meine Fähre 1 wurden seitdem sowohl Passagiere als auch Fahrzeuge zwischen der ostfriesischen Insel und dem Festland befördert. Zuvor hatte die Reederei Norden Frisia diese Route als alleiniger Anbieter bedient.
Trotz des Insolvenzantrags laufen die Fährverbindungen vorerst weiter. Die Sprecherin äußerte die Hoffnung, dass eine Lösung gefunden werde, um den Betrieb dauerhaft aufrechtzuerhalten. Tickets sind weiterhin buchbar.
Zu den genauen Ursachen der finanziellen Schieflage machte das Unternehmen keine Angaben. Hinter der Reederei stehen mehrere Gesellschafter, darunter Hoteliers und eine Stiftung. Für den Bau des Fährschiffs auf einer niederländischen Werft wurde nach Unternehmensangaben ein niedriger Millionenbetrag investiert. Zahlen zur Auslastung oder Wirtschaftlichkeit des Betriebs nannte die Reederei zu keinem Zeitpunkt.
Ursprünglich war geplant, den Fährbetrieb in diesem Jahr mit einer zweiten, kleineren Personenfähre auszubauen. Ob dieses Vorhaben angesichts der aktuellen Lage noch realisierbar ist, bleibt offen.
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