Sa. 28. März. 2026

Ein über 120 Jahre altes Unternehmen aus dem Bezirk Jennersdorf kämpft ums Überleben. Das Landesgericht Eisenstadt hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über die Karl Lang & Sohn Metallbautechnik GmbH mit Sitz in Welten eröffnet. 20 Beschäftigte sind von der Insolvenz betroffen, deren ausstehende Löhne teilweise bis in den Dezember 2025 zurückreichen.

Der Betrieb blickt auf eine ungewöhnliche Unternehmensgeschichte zurück. Aus einer Hufschmiede hervorgegangen, entwickelte sich das Familienunternehmen über mehrere Generationen zu einem Meisterbetrieb für Schlosserei sowie Metall und Glaskonstruktionen. Heute liegt die Geschäftsführung in den Händen von Markus und Dietmar Lang.

Als Hauptursache für die finanzielle Schieflage nennt das Unternehmen einen deutlichen Auftragsrückgang in den Jahren 2024 und 2025. Mehrere Projektpartner stornierten oder verschoben geplante Aufträge, was die wirtschaftliche Lage des Betriebs zunehmend verschärfte. Den rund 28 Gläubigern stehen Gesamtforderungen von etwa 867.000 Euro gegenüber, während dem Unternehmen noch liquide Mittel von rund 112.000 Euro zur Verfügung stehen.

Trotz der Zahlungsunfähigkeit soll der Betrieb weitergeführt werden. Den Gläubigern wird die gesetzlich vorgeschriebene Mindestquote von 20 Prozent angeboten, zahlbar binnen zwei Jahren. Grundlage dafür sind ein konsequentes Sparprogramm sowie eine Straffung der internen Abläufe. Der Alpenländische Kreditorenverband prüft derzeit, ob der vorgelegte Sanierungsplan tragfähig ist.

Folgende Termine sind im Verfahren vor dem Landesgericht Eisenstadt relevant:

Verfahrenseröffnung: 17. März 2026
Anmeldefrist für Forderungen: 20. April 2026
Prüfungstagsatzung: 4. Mai 2026
Sanierungsplan Tagsatzung: 1. Juni 2026

Wenn Sie weitere aktuelle Firmeninsolvenzen im DACH Raum suchen, finden Sie diese in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

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