Fr. 27. März. 2026

Der Baumaschinenhersteller Atlas aus Ganderkesee hat beim Amtsgericht Delmenhorst einen Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung gestellt. Das 1919 gegründete Unternehmen kämpft damit offen um sein wirtschaftliches Überleben.

Als Hauptursache für die finanzielle Schieflage nennt Atlas eine anhaltende Schwäche im Baumaschinen und Bausektor. Rückläufige Auftragseingänge sowie eine deutlich gesunkene Kapazitätsauslastung hätten das Unternehmen in die Bredouille gebracht.

Die gewählte Form der Eigenverwaltung unterscheidet sich von einem klassischen Insolvenzverfahren: Die Geschäftsführung behält die Kontrolle über das operative Geschäft und treibt die Restrukturierung eigenverantwortlich voran. Ein gerichtlich eingesetzter Sachwalter begleitet den Prozess und überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Ziel ist der Fortbestand des Unternehmens.

Atlas betonte, dass der laufende Betrieb nicht unterbrochen wird. Produktion, Ersatzteilversorgung und Kundendienst liefen planmäßig weiter. Die Gehälter der rund 400 Beschäftigten sind nach Unternehmensangaben über das Insolvenzgeld bis Ende April 2026 abgesichert.

Das Produktportfolio der Atlas Gruppe umfasst Bagger, Baumaschinen sowie dazugehörige Serviceleistungen. Der zuletzt erzielte Jahresumsatz lag bei etwa 150 Millionen Euro. Nun sucht das Unternehmen nach Investoren, die den Fortbestand des mehr als 100 Jahre alten Herstellers sichern sollen.

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