Die Klinik Dr. Maul hat ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Der Betrieb bleibt vorerst bestehen, die Auszahlung der Löhne ist nach derzeitigem Stand bis Oktober gesichert.
Auslöser der wirtschaftlichen Schieflage sind stark gestiegene Sach- und Pflegekosten. Zusätzlich scheiterten Gespräche über eine Zusammenarbeit mit regionalen Trägern, die Entlastung bringen sollten. Beides zusammen führte dazu, dass die Privatklinik den Schritt in die Insolvenz gehen musste.
Für Patienten und Zuweiser bedeutet das zunächst Kontinuität: Die medizinische Versorgung läuft weiter. Organisatorisch werden nun die nächsten Maßnahmen im Verfahren vorbereitet, um den Klinikalltag zu stabilisieren und Optionen für die Zukunft zu prüfen.
Die Einrichtung ist chirurgisch ausgerichtet und wird als Familienbetrieb geführt. Sie zählt zu den ältesten Privatkrankenhäusern in Bayern: Die Gründung geht auf das Jahr 1928 zurück. Laut eigenen Angaben beschäftigt die Klinik mehr als 140 Mitarbeiter.
Wie es mittelfristig weitergeht, hängt von den Ergebnissen des Verfahrens ab. Ziel ist es, den laufenden Betrieb abzusichern und tragfähige Perspektiven zu entwickeln. Klar ist: Ohne eine nachhaltige Entlastung bei den Kostenbedingungen oder neue Kooperationsmodelle wird eine dauerhafte Stabilisierung schwierig.