Do. 3. Apr.. 2025

Die deutsche Imbisskette Green Club, früher unter dem Namen Pottsalat bekannt, hat Insolvenz angemeldet. Damit stehen insbesondere die rund 1.373 Crowd-Investoren vor erheblichen finanziellen Einbußen, da ihre Einlagen voraussichtlich nicht zurückgezahlt werden können.

Finanzielle Schwierigkeiten trotz Sanierungsbemühungen

Bereits seit Dezember 2023 befand sich das Unternehmen in einem Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. Zuvor hatte Green Club noch Optimismus verbreitet und auf steigende Umsätze sowie positive Kundenrückmeldungen verwiesen. Dennoch reichten diese Maßnahmen nicht aus, um die finanzielle Krise abzuwenden.

Nachrangige Forderungen – Investoren gehen leer aus

Wie aus einem aktuellen Schreiben hervorgeht, werden die Crowd-Investoren aufgrund der nachrangigen Stellung ihrer Darlehen erst bedient, wenn alle vorrangigen Gläubiger befriedigt sind. Da die vorhandenen Mittel dafür voraussichtlich nicht ausreichen, müssen die Kleinanleger mit einem Totalverlust rechnen. Die Geschäftsführer Tobias Drabiniok und Peter Falk räumten dies offen ein und bedankten sich bei den Investoren für ihr Vertrauen.

Die betroffenen Anleger hatten dem Unternehmen insgesamt 3,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt – teils mit der Aussicht auf attraktive Zinsen von bis zu 9 %. Die Summen der Einlagen variierten dabei zwischen wenigen hundert und mehreren tausend Euro.

Sanierung in Eigenverwaltung als letzte Chance

Im Gegensatz zur regulären Insolvenz bleibt bei diesem Verfahren die Geschäftsführung im Amt und führt den Betrieb unter Aufsicht eines Sachwalters weiter. Ziel ist es, das Unternehmen langfristig zu stabilisieren, statt es abzuwickeln. Gerade bei einem Konzept wie Green Club, das auf frische Salate und Bowls spezialisiert ist, spielt das operative Know-how der Führung eine zentrale Rolle für eine mögliche Rettung.

Dennoch bleibt die Zukunft des Unternehmens ungewiss – und für die Investoren ist das Geld wohl verloren.

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