Fr. 27. März. 2026

Das österreichische Weingut Domaines Kilger steckt in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten – und diese treffen nun auch die zugehörige Tochtergesellschaft im burgenländischen Deutsch Schützen. Der Betrieb dort hatte seinen saisonalen Ablauf bereits im November eingestellt und sollte eigentlich im Frühjahr wieder anlaufen. Daraus wird nun nichts.

Die Tochtergesellschaft steht vor einem deutlichen Ungleichgewicht in ihrer Bilanz: Aktiva von 312.000 Euro stehen Verbindlichkeiten von 621.000 Euro gegenüber. Rund 80 Gläubiger und ein Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen.

Als Hauptgrund für den Zusammenbruch nennt das Unternehmen die mangelnde finanzielle Unterstützung durch die Muttergesellschaft. Domaines Kilger stellte der Tochter schlicht nicht genug Kapital zur Verfügung, was den laufenden Betrieb massiv beeinträchtigte. Besonders schwerwiegend war der vollständige Wegfall von Marketingausgaben, der die Ertragslage zusätzlich verschlechterte.

Zum Insolvenzverwalter wurde Norbert Kollerics ernannt. Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 7. Mai anmelden. Die Prüfungstagsatzung ist für den 21. Mai angesetzt.

Auch die Lage der Muttergesellschaft ist alarmierend. Beim insolventen Weingut Domaines Kilger belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund 81,5 Millionen Euro, während die Aktiva lediglich 68,6 Millionen Euro erreichen. Das Defizit von fast 13 Millionen Euro verdeutlicht das Ausmaß der finanziellen Schieflage, in der sich das steirische Unternehmen befindet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert