Die ALSTAKOM – Aluminium und Stahlkomponenten Ebersbach GmbH hat Ende Juli 2026 einen Insolvenzantrag gestellt. Das zuständige Amtsgericht Göppingen hat daraufhin Sicherungsmaßnahmen angeordnet. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 3 IN 290/26 geführt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Henning Necker aus Aalen bestellt.
Das Unternehmen mit Sitz in Ebersbach an der Fils entwickelt und produziert Aluminium und Stahlkomponenten sowie komplexe Baugruppen für unterschiedliche industrielle Anwendungen. Zu den Kunden zählen unter anderem Hersteller aus den Bereichen Nutzfahrzeuge, Landmaschinen, Baumaschinen, Sonderfahrzeuge und Elektromobilität. Darüber hinaus gehören die Planung, Wartung, Reparatur und Modernisierung von technischen Anlagen sowie verschiedene Leistungen im Maschinenbau und in der Stahltechnik zum Tätigkeitsbereich des Unternehmens.
Nach Medienberichten sind mehr als 100 Beschäftigte von der Insolvenz betroffen. Der Geschäftsbetrieb am Standort Ebersbach wird jedoch zunächst vollständig fortgeführt. Auch Entlassungen sind nach dem derzeitigen Stand nicht vorgesehen. Der vorläufige Insolvenzverwalter geht davon aus, dass grundsätzlich Möglichkeiten für eine langfristige Fortführung des Unternehmens bestehen. Voraussetzung dafür ist, dass der Betrieb wirtschaftlich stabilisiert und ein geeigneter Investor gefunden wird.
Im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens sollen nun die wirtschaftliche Situation, die vorhandenen Aufträge und die Sanierungsmöglichkeiten geprüft werden. Gleichzeitig wurde eine Investorensuche eingeleitet. Ziel ist es, einen strategischen oder finanziellen Partner zu finden, der das Unternehmen übernimmt oder sich daran beteiligt und damit den Erhalt des Produktionsstandorts sowie möglichst vieler Arbeitsplätze ermöglicht.
Die Insolvenz von ALSTAKOM reiht sich in eine zunehmende Zahl wirtschaftlicher Schwierigkeiten bei deutschen Industrieunternehmen und Zulieferern ein. Besonders Unternehmen aus dem Fahrzeugbau und der Metallverarbeitung stehen derzeit unter erheblichem Druck. Hohe Energie und Personalkosten, eine schwache Nachfrage, zurückhaltende Investitionen sowie die Abhängigkeit von wenigen Großkunden können insbesondere mittelständische Zulieferer erheblich belasten.
Der Insolvenzantrag bedeutet allerdings nicht automatisch die Einstellung des Geschäftsbetriebs oder die Auflösung des Unternehmens. Während des vorläufigen Verfahrens läuft die Produktion weiter. Bestehende Kundenaufträge sollen nach Möglichkeit planmäßig bearbeitet und ausgeliefert werden. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Investorensuche erfolgreich verläuft und eine nachhaltige Sanierung der ALSTAKOM – Aluminium und Stahlkomponenten Ebersbach GmbH erreicht werden kann.
Weitere Einzelheiten und amtliche Veröffentlichungen zum Verfahren können über das gemeinsame Insolvenzportal des Bundes und der Länder abgerufen werden.
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