Fr. 27. März. 2026

Die traditionsreiche Bäckereikette Halberstädter Bäcker und Konditoren GmbH aus Sachsen-Anhalt hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Für 120 Beschäftigte ist die Zukunft damit ungewiss.

Das 1963 gegründete Unternehmen betreibt 22 Filialen und ist vor allem für seinen Domstollen bekannt. Nach der Wiedervereinigung hatte sich die Kette erfolgreich am Markt etabliert, geriet zuletzt jedoch unter erheblichen Druck. Steigende Energiekosten, wachsende bürokratische Belastungen und der anhaltende Fachkräftemangel haben die wirtschaftliche Lage zunehmend verschlechtert. Besonders die unattraktiven Arbeitszeiten in der Backproduktion erschweren die Personalgewinnung.

Ein Sanierungsexperte der Beratungsfirma Innovatis arbeitet seit Wochenbeginn an einem Konzept zur Rettung des Betriebs. Die Geschäftsführung gibt sich zuversichtlich und betont, das Unternehmen sei regional gut aufgestellt. Ziel sei eine nachhaltige Restrukturierung, die den langfristigen Fortbestand sichert.

Konkret sollen Kosten gesenkt werden, wobei Filialschliessungen ausdrücklich nicht ausgeschlossen sind. Gleichzeitig muss der Umsatz gesteigert werden, um die Sanierung zu finanzieren. Für Kunden und Mitarbeiter ändert sich im laufenden Betrieb zunächst nichts. Die Gehälter der Beschäftigten sind über das gesetzliche Insolvenzgeld für die nächsten Monate abgesichert.

Halberstadt erlebt damit bereits die zweite Unternehmensinsolvenz in kurzer Zeit. Auch die Halberstädter Konserven GmbH, bekannt für Würstchen und Dosengerichte, hatte zuletzt Insolvenz angemeldet. Für diesen Betrieb zeichnet sich jedoch eine Lösung ab: Eine Kooperation mit dem Münchner Feinkosthändler Käfer soll das Unternehmen retten.

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