Fr. 27. März. 2026

Die anhaltende Krise der deutschen Automobilbranche zieht immer weitere Zulieferer in Mitleidenschaft. Jüngstes Beispiel ist die MERIMA Präzisionswerkzeugbau GmbH aus Brackenheim im Kreis Heilbronn, die beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt hat. Diesem wurde am 19. März stattgegeben.

Das 1988 gegründete Unternehmen ist auf Stanz und Umformtechnik spezialisiert und beliefert hauptsächlich Kunden aus der Automobilindustrie. Zu den Abnehmern zählen namhafte Konzerne wie Mercedes-Benz, BMW sowie der VW-Verbund mit Porsche und Audi. Daneben gehören auch der Stahlkonzern Voestalpine und der Aufzughersteller TK Elevator zum Kundenkreis. Die schwache Nachfrage aus der Automobilbranche gilt als wesentlicher Auslöser der finanziellen Schieflage.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Sebastian Krapohl von der Stuttgarter Anwaltskanzlei GÖRG eingesetzt. Er bestätigte, dass der Geschäftsbetrieb vorerst unverändert weiterläuft. Die Löhne und Gehälter der rund 40 Beschäftigten sind für einen Zeitraum von drei Monaten durch das gesetzliche Insolvenzgeld gesichert.

Parallel dazu prüft der Insolvenzverwalter eine sogenannte übertragende Sanierung. Dabei werden nicht das Unternehmen als Ganzes, sondern dessen wirtschaftlich tragfähige Bestandteile auf eine neue Gesellschaft übertragen. Ein potenzieller Käufer könnte den Betrieb auf diese Weise schuldenfrei fortführen. Ob sich ein Investor findet, bleibt abzuwarten.

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