Fr. 27. März. 2026

Ein Metallbaubetrieb mit mehr als einem Jahrhundert Geschichte steht vor dem wirtschaftlichen Neuanfang. Das Unternehmen Karl Lang & Sohn Metallbautechnik GmbH aus Welten im Bezirk Jennersdorf hat Insolvenz angemeldet. Das Landesgericht Eisenstadt eröffnete ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung.

Der Betrieb blickt auf eine bemerkenswerte Entwicklung zurück: Aus einer einfachen Hufschmiede entstand über Generationen hinweg ein moderner Spezialbetrieb für Schlosserei sowie Metall und Glaskonstruktionen. Heute führen Markus und Dietmar Lang das Familienunternehmen in zweiter Generation. 20 Beschäftigte sind derzeit bei dem Betrieb angestellt, wobei ausstehende Lohnzahlungen teilweise bis in den Dezember 2024 zurückreichen.

Als Hauptursache für die finanzielle Schieflage nennt das Unternehmen einen drastischen Auftragsrückgang in den Jahren 2024 und 2025. Mehrere Großkunden stornierten oder verschoben geplante Projekte infolge der allgemein schwierigen Konjunkturlage. Die Folge: Den Verbindlichkeiten von rund 867.000 Euro stehen lediglich liquide Mittel von etwa 112.000 Euro gegenüber. Insgesamt sind 28 Gläubiger von der Insolvenz betroffen.

Trotz der angespannten Lage soll der Betrieb weitergeführt werden. Den Gläubigern wurde eine Sanierungsquote von 20 Prozent angeboten, die innerhalb von zwei Jahren beglichen werden soll. Grundlage dafür sind Kosteneinsparungen sowie eine Straffung der internen Abläufe. Der Alpenländische Kreditorenverband prüft derzeit, ob dieser Plan tragfähig ist.

Die wichtigsten Termine im Verfahren unter dem Aktenzeichen 26 S 30/26b:

Anmeldefrist für Forderungen: 20. April 2026
Prüfungstagsatzung: 4. Mai 2026
Sanierungsplan Tagsatzung: 1. Juni 2026

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