Fr. 27. März. 2026

Die Neudorfer Fleischerei GmbH aus Neudorf in der Gemeinde Groß Pankow steht vor einem ungewissen Zukunft. Ende Februar stellte das Unternehmen beim Amtsgericht Neuruppin einen Insolvenzantrag. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Potsdamer Rechtsanwalt Lutz Köster bestellt.

Auslöser der Krise ist die Zahlungsunfähigkeit des Mutterunternehmens Prignitzer Landschwein, das zu Beginn des Jahres ebenfalls Insolvenz anmelden musste. Geschäftsführer Ralf Remmert erklärte, dass die Tochtergesellschaft die finanzielle Schieflage der Muttergesellschaft nicht habe abfedern können.

Trotz des laufenden Verfahrens sollen alle neun Filialen vorerst ihren Betrieb aufrechterhalten. Standorte bestehen unter anderem in Pritzwalk, Meyenburg, Perleberg, Wittenberge sowie im mecklenburgischen Malchow. Die rund 50 Beschäftigten erhalten ihre Vergütung laut Remmert weiterhin wie gewohnt. Der Geschäftsführer zeigte sich zuversichtlich: Das Unternehmen verfüge über ein tragfähiges Geschäftsmodell, das eine Fortführung rechtfertige.

Oberstes Ziel ist nun ein vollständiger Unternehmensverkauf. Die Suche nach einem geeigneten Investor läuft bereits. Remmert betonte, dass er auf eine zügige Lösung hoffe, um die Zukunft der Fleischerei zu sichern.

Das Unternehmen blickt auf eine mehr als drei Jahrzehnte lange Geschichte zurück. Es entstand 1990 aus der ehemaligen Schweinezucht Neudorf und begann kurz darauf mit der Produktion und dem Verkauf von Hausschlachtprodukten. Schrittweise wurden weitere Filialen eröffnet und die Produktionskapazitäten mehrfach ausgebaut. Damit zählt die Neudorfer Fleischerei zu den wenigen Betrieben in der Region, die ihre Wurst und Fleischwaren noch selbst herstellen.

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