Fr. 27. März. 2026

Der Hemden-Hersteller Eterna verschwindet vom Markt. Nach 163 Jahren Unternehmensgeschichte ist das Ende besiegelt. Rund 400 Beschäftigte haben bereits ihre Kündigungen zum 30. Juni 2026 erhalten. In den 33 deutschen Filialen laufen die Räumungsverkäufe an.

Schilder mit Aufschriften wie „Alles muss raus“ hängen bereits in mehreren Städten in den Schaufenstern. In Bonn, Wiesbaden und Nürnberg haben die Abverkäufe begonnen. Auch der Onlineshop ist inzwischen offline. Wer noch einkaufen möchte, kann dies bis Ende Juni ausschließlich in den Filialen tun.

Eterna hatte im Dezember 2025 einen Insolvenzantrag gestellt. Eine Rettung durch einen Investor scheiterte, woraufhin das Unternehmen die Schließung des Betriebs zum Sommer 2026 ankündigte. Insolvenzverwalter Lucas Flöther erklärte, dass derzeit Gespräche mit einem Interessenten laufen, der möglicherweise einen Teil der Filialen sowie einzelne Mitarbeiter übernehmen könnte.

Die Marke selbst lebt vorerst weiter. Der langjährige Konkurrent Olymp aus Bietigheim-Bissingen hat die Markenrechte an Eterna erworben. Olymp-Chef Mark Bezner betonte, man prüfe verschiedene Wege, um die Marke künftig wieder erfolgreich zu positionieren. Konkrete Pläne nannte er nicht.

Der Fall Eterna steht stellvertretend für die angespannte Lage in der gesamten Modebranche. Zurückhaltung beim Konsum bei gleichzeitig steigenden Betriebskosten setzt viele Unternehmen unter Druck. Auch andere bekannte Namen wie Wormland sind bereits insolvent. Der Discounter KiK plant europaweit die Schließung von 300 Filialen.

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