Sieben Millionen Euro Schulden, kaum freie Vermögenswerte: Die Destillerie Krauss aus St. Martin im Sulmtal steht vor dem wirtschaftlichen Aus. Der bekannte Spirituosenhersteller aus der Weststeiermark hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.
Den Verbindlichkeiten in Höhe von sieben Millionen Euro stehen Aktivwerte von lediglich 2,5 Millionen Euro gegenüber. Davon sind die meisten Vermögenswerte bereits belastet. Frei verfügbar bleiben gerade einmal 297.000 Euro. Das Unternehmen beschäftigt zwei Mitarbeiter.
Als Ursachen für die Zahlungsunfähigkeit nennen Gläubigerschützer mehrere Faktoren: Der Export brach ein, Aufträge gingen zurück, und das veränderte Konsumverhalten der Kunden tat sein Übriges. Wann genau sich die Lage zuspitzte, bleibt offen.
Die Destillerie Krauss produziert und vermarktet ein breites Sortiment hochwertiger Edelspirituosen. Whisky, Wacholderschnaps, Rum, Wermut, Edelbrände und Liköre zählen zu ihrem Programm. Mehrere Auszeichnungen belegen die Qualität der Erzeugnisse aus dem Sulmtal.
Trotz der angespannten Finanzlage strebt das Unternehmen eine Weiterführung des Betriebs an. Ob dies gelingt, hängt nun von den weiteren Verhandlungen mit den Gläubigern ab.
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